Zeit für journalistische Qualität

Dank BILDblog bin ich auf einen bereits vor zwei Tagen eingestellten Beitrag in der “Berliner Zeitung” gestoßen, in dem der profilierte Journalist und frühere ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender eindringlich auf die Gefahren des um sich greifenden “Turbo-Journalismus” aufmerksam macht. In seinen Ausführungen zum überhasteten, onlinegetriebenen Schnellschnelljornalismus in “Daytrader”-Manier geht es auch um Begleiterscheinungen wie ständig wechselnde Aufmerksamkeiten oder die “fingierte Brisanz” unter pausenloser Nachrichtenkonkurrenz in On- und Offline-Medien.

Brender plädiert dafür, den Redakteuren zumindest regelmäßig einen für unsere Tage ganz besonderen Luxus zuzugestehen: ausreichend Zeit – um in Themen einzutauchen, selbst Erfahrungen zu machen, nachzusinnen und “in Alternativen zu denken” oder schlicht um gewissenhaft zu recherchieren und verifizieren. Ich hoffe, die kundige Mahnung zeitigt Ergebnisse.