Wissentlich interaktiv

gotainär14ufrAuch aus meiner Arbeit für europäische Übertragungsnetzbetreiber seit Mitte letzten Jahres kenne ich das nur zu gut: die enormen Verständnisschwierigkeiten der meisten Menschen, wenn es um naturwissenschaftliche Themen und Phänomene geht. Markus Pössel hat in einem Blogbeitrag für “Spektrum der Wissenschaft” einen Beitrag in der “FAZ” zur Arbeit des Aktivisten Trevor Paglen heftig für grobe inhaltliche Schnitzer gerügt: “Hätte die FAZ […] eine bitterböse Satire zum Thema Hochkultur vs. naturwissenschaftliche Bildung schreiben wollen, der Artikel wäre nicht viel anders ausgefallen”, meint Pössel. Beispielhaft weist er auf einige durchaus erstaunliche Wissenslücken hin – “schwer zu entscheiden, ob man da lachen oder weinen soll”, so der promovierte Physiker.

Zum Glück leben wir in einem interaktiven Zeitalter: Die scharfe Kritik war inzwischen auch beim Verfasser des bemängelten Artikels angekommen, der die Fehler auch einräumte und umgehend korrigierte. Journalismus 2.0 im besten Sinne – zumindest das ist doch schon einmal alles andere als zum Heulen.