Wille mit Sitzfleisch

Wille und DisziplinWieder mal zu wenig geschlafen, zu viel gegessen oder zu wenig bewegt – vermutlich jeder Mensch verhält sich zuweilen unvernünftig und vor allem ganz anders, als er es – zumindest vermeintlich – eigentlich will. Ein Interview in der „jetzt“ mit dem Münchner Psychologen Jens-Uwe Martens liefert ganz simple und belegbar wirksame Methoden, um die eigene Willensstärke zu trainieren und „unserer Disziplinlosigkeit in den Arsch zu treten“. Vorschlag Nummer eins: Sich immer wieder bewusst und willentlich überwinden und etwas tun, das einem schwer fällt. Das könne ein Schwall kaltes Wasser bei der Morgendusche oder auch der Verzicht auf eine spannende Fernsehsendung zu nachtschlafener Zeit sein. Vorschlag Nummer zwei: Als „Gestalter des eigenen Lebens“ persönliche Grundwerte anzapfen und das Wunschverhalten fest mit postiven Assoziationen und Gedanken verknüpfen, denn „die Freiheit des Menschen besteht vor allem darin, sich aussuchen zu können, woran er denkt“, so Martens. Ist immerhin fast so einfach wie es klingt.