Werbung mit Kinderaugen

fstfodmnbil14hgvWirksame Selbstverpflichtung oder doch eher PR-Finte und Augenwischerei? In einem gemeinsamen offenen Brief an die Weltgesundheitsorganisation haben sich namhafte Konzerne wie Unilever, Coca-Cola, Nestlé und McDonald’s zu weiteren selbstauferlegten Restriktionen bei der Bewerbung ihrer Produkte bei Kindern unter zwölf Jahren bekannt. Für diese Zielgruppe wollen die Unterzeichner ab 2016 auch im Kino, im Hörfunk, im Direktmarketing sowie bei einigen anderen Werbeträgern und -aktivitäten nicht mehr für ungesunde Speisen und Getränke werben. Zudem soll eine weltweit einheitliche Nährwertkennzeichnung eingeführt werden.

Nach einem Grund für das Engagement muss man nicht lange suchen: Viele “Konzerne zittern vor Werberegulierungen“, kommentiert die “W&V“. Das Fachmagazin weist auch auf die aktuelle Plakatkampagne des Deutschen Kinderschutzbundes hin, bei der Fastfood-Produkte, die “aus einer McDonald’s-Filiale stammen könnten”, sinnbildlich für ungesunde Ernährung stehen.