Werbung wie zu Hause

NaAvPr14lkiblEines der großen Trendthemen in der Online-Werbung, das sogenannte Native Advertising (so etwa Werbung in vertrautem Umfeld), ist meines Erachtens nicht halb so heiß wie es gehandelt wird und oft schlicht Etikettenschwindel. Laut Wikipedia geht es darum, Inhalte in einem Umfeld zu platzieren, “das den Internetnutzern bereits bekannt ist”, und dabei “so zu gestalten, dass diese weniger aufdringlich wirkt und doch die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zieht”. Im Ergebnis läuft gut gemachte Medienarbeit als Teildisziplin der PR auf das Gleiche hinaus, zum Beispiel das Clipping in der renommierten Fachzeitschrift. Und die umstrittene “PR-Anzeige” bzw. das Advertorial und diverse Medienkooperationen sind sowieso nur noch mit viel Mühe von Native Advertising zu unterscheiden – außer dass es sie schon gefühlte Ewigkeiten gibt, nicht nur online funktioniert und aus der PR stammt. “Letzten Endes sollte PR den Bus steuern – schließlich machen wir es seit Jahren”, fordert die US-amerikanische Media-Relations-Spezialistin Rosalie Morton. Selbst die vermeintlichen Erfolgsbilanzen der “nativen” Werber fallen meist eher enttäuschend aus, wie es Medienjournalist Stefan Niggemeier in seinem Blog am Beispiel der “Huffington Post” beschreibt. Ich freue mich über Neuheiten und gute Einfälle – bei Native Advertising ist im Grunde nur der Name neu.