Wenn du wüsstest, wie schön sie da singt

„Es menschelt im Abgrund“, übertitelte Hans Czerny seine Kritik zu dem wunderbar berührenden Film „Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist“, einer wahren Perle unter Österreichs Regionalkrimis, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ meint. In dem tiefgründigen Arte-und-ORF-Streifen von Andreas Prochaska ist mir neben dem grandiosen Hauptdarsteller Gerhard Liebmann vor allem die Schauspielerin Ines Honsel aufgefallen, die seit 2011 in München lebt und hier in erstaunlicher Vielseitigkeit auf kleinen wie großen Bühnen glänzt. Dass die gebürtige Kärntnerin neben der Schauspielerei auch als Erzählerin und Theaterpädagogin arbeitet, wusste ich bereits, vor zwei Tagen jedoch durfte ich sie in ihren „Pop up Stories“ auch noch als famose Sängerin und ebenso witzige wie bezaubernde Conférencière erleben. Kunstvoll begleitet von Frank Sattler am E-Piano (und seinem offenbar unerschöpflichen Fundus an Klängen und Geräuschen), entführte uns Ines Honsel in ein erfrischendes Miteinander von teilmodernisierten Märchen der Gebrüder Grimm mit teils stark umgemodelten bekannten Liedern aus der Welt des Pops – „es war einmal the Power of Love where boy meets girl“, wie es in einer Programmankündigung heißt. Ort des Geschehens war die Ars-Musica-Bühne im Sendlinger Stemmerhof.

Ich fand das Ganze durchgehend großartig – und überaus inspirierend für künftige Storytelling- oder Multimedia-Projekte. Und dann gibt es von „Jazz´n Stories“ über „FAUST in der GUTEN STUBE“ bis zu „Trinken und Lieben“ ja noch so viel mehr von und mit der blonden „Was kann die eigentlich nicht?“-Künstlerin zu entdecken …

Großes Foto: Alan Ovaska / Ines Honsel