Wechsel zu IWK

Dass da was „in Mache“ war, hatten ein paar besonders gute Beobachter aus meinem beruflichen Umfeld schon erahnt, und jetzt mache ich es gerne offiziell: Ab heute arbeite ich als Senior-Berater mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Finanzen bei IWK Communication Partner! Die bestens etablierte Agentur in der Ohmstraße im Münchner Stadtteil Schwabing (einen Katzensprung vom Siegestor entfernt) mit gut zehn MitarbeiterInnen zählt zu Deutschlands führenden Kommunikationsagenturen in den Bereichen Private Equity, Venture Capital sowie M&As. Mit meinem Einstieg knüpfe ich an die vielen Jahre meines Berufslebens an, in denen Investor Relations, Finanzkommunikation sowie Kunden und Themen aus der Finanzwelt einen meiner großen Schwerpunkte ausmachten. Meine Mitte 2013 begonnene Arbeit als freiberuflicher Kommunikationsberater, vor allem für die heutige TSCNET Services als sogenannter Regional Security Coordinator für Europas Stromübertragungsnetze und die Energiewende, wird zum Jahresende komplett auslaufen.

IWK wurde 2004 als Ira Wülfing Kommunikation gegründet und präsentierte sich von Anfang an als hochgradig spezialisierte Boutique-Agentur mit einem schlagkräftigen Team ausgewiesener Experten. Nach Angaben des Branchendienstes Mergermarket („PR Advisors – Global & Regional league tables“) liegt die Agentur heute nach Anzahl der betreuten Deals auf Platz zwei in Deutschland und gehört auch weltweit zu den Top Twenty. Eines der Erfolgsgeheimnisse verriet die Namensgeberin und Gründerin zum 15-jährigen Agenturjubiläum vor gut zwei Jahren: „Gut erzählte Geschichten, enge Netzwerke und eine strukturierte Kommunikation“. Neben Ira Wülfing wird IWK von Senior Director Florian Bergmann geführt.

Für mich fühlt sich mein Start bei IWK rundum klar und gut an. Schon als Gymnasiast habe ich mit gespartem Taschengeld und dem Lohn aus Ferienjobs angefangen, mit Aktien und vereinzelt Kauf- oder Verkaufoptionen zu handeln. Auch beruflich kam ich nach Abschluss meines Studiums schon früh mit dem Kapitalmarkt in Berührung: Gleich mein erster größerer eigener Kunde zum Ende meines PR-Trainees plante einen Börsengang zur Finanzierung seines internationalen Expansionskurses. Mich begeisterte das sofort (auch wenn es bei diesem Kunden letztlich statt Börsengang Zahlungsunfähigkeit und Zerschlagung gab). Auch mit der aufkommenden New Economy mit den Dotcom-Unternehmen entwickelte sich die Kommunikation rund um Finanzen zu einem Steckenpferd und Fachgebiet von mir – von der Medienarbeit und Exklusivtexten über Investorentreffen und -messen bis zu Hauptversammlungen, von Business-Plänen über Emissionsprospekte bis zu Geschäftsberichten, von geschlossenen Investmentfonds für Flusskreuzfahrtschiffe und offene Immobilienfonds über Edelmetalle und Online-Hebelprodukte bis zur Bank und zum Versicherungskonzern. Auch mehrere Börsengänge begleitete ich auf Kommunikationsseite (im Fall des spektakulären Luftschiffprojekts CargoLifter mit Deutschlands größter vorbörslichen Aktienplatzierung). Seit 2014 bin ich zudem als ehrenamtlicher Rhetorikanalyst für den Redenschreiberverband VRdS im Einsatz und begutachte unter anderem die Auftritte der Vorstandsvorsitzenden bei DAX-Hauptversammlungen.

Mit großer Vorfreude starte ich in meine neue Arbeit bei IWK. Was mich an der Finanzwelt und -kommunikation so fesselt? „Das Investieren erfordert, mehr als irgendetwas anderes, Geduld und Disziplin. Aber es zieht, mehr als irgendjemand anderes, die Ungeduldigen und Impulsiven an. Das verspricht eine große Show“, schrieb 2014 der Anlagekolumnist Morgan Housel. Da ist was dran, aber darum geht es mir weniger. Schon eher stimme ich dem folgenden Teil seiner Aussage zu: „Nie werden wir alle Rätsel lösen können. Es wird nie langweilig, und wir werden immer dazulernen können.“ Ich schätze die Ernsthaftigkeit und das genaue Hinschauen, aber auch den Zauber, der in Zahlen stecken kann, die Begeisterung für Innovatives und diese Spur von „Money makes the world go round“ im Hinterkopf. Immer wieder fasziniert mich, wie es bei all den Daten und nüchtern kalkulierten Zahlen doch immer auch um Psychologie und Vertrauen geht. Und was noch dazukommt: Auch das neue Kollegium macht einen großartigen Eindruck. Denn selbst bei Investitionen in Schwindel erregender Höhe geht es am Ende ja doch immer auch um die Menschen.