Und ewig lockt das Wort

Der “Fall Brüderle” rund um den im “Stern” von Laura Himmelreich erhobenen Sexismusvorwurf schlägt nach wie vor hohe mediale Wellen. Während die meisten Beiträge inzwischen wenig Neues dazu bieten, hat sich Claudius Seidl jetzt in der “Frankfurter Allgemeinen” an einer durchaus interessanten, wenngleich nicht besonders ausgiebigen Textanalyse versucht. Sein Fazit: Letztlich habe das Verhalten der “Stern”-Journalistin gegenüber Rainer Brüderle “eine Provokation und eine grobe Unhöflichkeit” dargestellt. Ganz falsch liegt er da meines Erachtens nicht. Und: Brüderles altherrenhafte “Dirndlanspielung” will Seidl dennoch nicht entschuldigen.