Trickreich in die Falle

Das ließ die Branche zumindest kurz aufhorchen: Im Fachmagazin “W&V” schreibt Frank Zimmer über “Die sieben nervigsten PR-Tricks“. Was der erfahrene Redakteur in seinem Beitrag aufgelistet, erinnert mich allerdings eher an unbeholfene Taschenspielertricks oder schlicht: unprofessionelles Verhalten. Zum Beispiel vorgespiegelte Exklusivität oder sinnfreies Nachtelefonieren nach Massenmailings. Auch das “PR-Journal” verbucht derartiges Vorgehen in einem Kommentar eher unter dem Stichwort “amateurhaftes Arbeiten” ohne Aussicht auf anhaltenden Erfolg. Das macht es allerdings nicht weniger ärgerlich – und es ist ein echtes Dauerthema: Schon in meiner Zeit als Trainee nahm ich im Sommer 1992 an einem halbtägigen Workshop eines Wirtschaftsjournalisten mit dem Titel “Hallo, Pressesprecher, so bitte nicht (mehr)” – der Grundtenor war damals wie heute der gleiche. Und auch für die Zukunft bin ich skeptisch: Die Kollegen aus den Redaktionen werden sich wohl weiterhin immer mal wieder mit dreisten und/oder unzureichend qualifizierten PR-Dilettanten herumschlagen müssen. Meines Mitgefühls können sie sicher sein!