Sturm im Wassermarkt

ntlprstrm15tgfLaut Bewertung des „Bayerischen Rundfunks“ gerät die aktuelle Twitter-Kampagne „#FragNestlé“ des schweizerischen Nahrungsmittelkonzerns gerade „zum Desaster“. In der Tat wird das weltweit tätige Großunternehmen mit Kritik förmlich überschüttet, zum Beispiel wegen des Verdachts auf Kinderarbeit,  besonders umweltschädlicher Palmölprodukte oder vielfach offenbar rücksichtloser Ausbeutung bislang öffentlicher Wasserquellen. Die Kollegen aus der Nestlé-PR beweisen aber immerhin, dass sie hart im Nehmen sind und auch bissige bis böse Fragen beantworten. „Was auf den ersten Blick wie ein verunglückter PR-Coup aussieht, dürfte gründlich durchdacht sein“, heißt es im „Spiegel“ denn auch. Das wirke in Teilen sogar „durchaus souverän“. Vermutlich wird sich frühestens in ein paar Wochen prüfen lassen, ob die Kampagne insgesamt nach hinten losging oder doch ein gelungenes Beispiel dafür darstellt, ohnehin vorhandener heftiger und oft wohl auch berechtigter Kritik mit offenem Visier zu begegnen. Der Food-Gigant gibt sich auf Twitter zuversichtlich: Man verstehe die Kampagne „nicht als Flop“ und hätte einen derart offenen, direkten Dialog auf andere Weise gar nicht erreichen können.