Stein für Stein investigativ

instgvmnstrgdnsUnterhaltsam und lehrreich ist die jüngste Ausgabe der NDR-Reihe “Walulis sieht fern” im Rahmen der Satiresendung “extra 3“. Unter dem Titel “Das typische Politmagazin” wird Schritt für Schritt erklärt, wie sich die Fernsehmacher heute offenbar übereinstimmend ein investigatives TV-Magazin vorstellen – feste Zutaten sind etwa der problembeladene “Kleine Mann”, ein betont dynamischer Moderator, ein blasser Experte mit dickem Wälzer und das überfallartig befragte “Große Tier” (hier als “Minister für Gedöns” tituliert). Kein Wunder, dass dadurch “viele investigative Reportagen oftmals nur viel Lärm um nichts sind”, wie es im “MeediaBuzzer” heißt.

Das Schöne daran: Das Team um den Grimme-Preis-Träger Philipp Walulis hat den kompletten Beitrag ganz einfach selbst aufgemacht wie ein politisches Magazin. Auch die “Süddeutsche Zeitung” hat ihren Spaß daran, dass hier so “schön über die Standards gelästert” wird. Sage noch einer, Lästern sei nutzlos …