Sprachqualität auf Grundschulniveau

wrthfnwv15fktAuf den ersten Blick mag das fast nach kindlichem Quatsch mit Soße klingen, aber so falsch ist es nicht: Würde man aus seinen Texten all die Wörter streichen, die nicht im Grundschulwörterbuch des Dudens vorkommen, so sei das Ergebnis „fast automatisch besser“, so Peter Breuer in seinem launigen Beitrag „Eine Hose ist eine Hose ist keine slim-fit blue acid washed Stretch-Jeans“ in der „W&V“. Dort schreibt er mit „Schmunzelsynapsen“ und „Kompositabildung“ gegen aufgeblasene Wortkonstruktionen und Bla-Bla-Texte im „Bereich des geschwätzigen Sprachfondors“ an (auch einige der Leserkommentare sind durchaus lesenswert). Glänzende Aussichten also für die Rotstiftindustrie? Der Trend geht mit „Paid Content“ und (falsch oder zumindest verkürzt verstandenem) „Content Marketing“ leider immer noch in die andere Richtung. Wo doch schon Schopenhauer dazu mahnte, „bei jeder Phrase und jedem Wort bedacht“ zu sein, „ob es nicht auch zu entbehren sei; wie, wer den Koffer zur weiten Reise packt, bei jeder Kleinigkeit, die er hineinlegt, überlegt, ob er nicht auch sie weglassen könne“.