Siebenfach durchgesiebt

SokratesWas darf, was soll man anderen erzählen? Viele kennen da noch aus der Grundschulzeit die berühmten drei Siebe, die Sokrates (links ein Ausschnitt aus einem Gemälde des französischen Historienmalers Jacques-Louis Davids) zugeschrieben werden: die Wahrheit („Ist alles, was du erzählen willst, auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüft?“), die Güte („Ist das, was du erzählen willst, gut oder wirkt es sich positiv aus?“) und die Notwendigkeit („Ist es nötig, das zu erzählen?“). Vor allem im angelsächsischen Raum verweist man bei der Wahl des Gesprächsstoffes gerne auf die darauf aufbauende „THINK“-Regel: Ist es wahr („true“), hilfreich („helpful“), inspirierend („inspiring“), notwendig („necessary“) und nett/wohlwollend („kind“).

In Sachen Online-Content kommt von „PR-Doktor“ Kerstin Hoffmann jetzt eine schön ausgearbeitete und nützliche Zusammenstellung mit insgesamt sieben Fragen, die man sich stellen solle, bevor man irgendwelche Inhalte online stellt. Dabei geht es weniger um ethische Betrachtungen als um Wirksamkeit und nachhaltigen Erfolg. Besonders wichtig ist aus meiner Sicht ist die Schlussfrage: „Was soll die nächste Handlung sein?“ Nach meiner Erfahrung wird die Frage nach der erwünschten Konversion selbst von ansonsten ausgebufften Profis oft sträflich vernachlässigt. Die Frau Doktor hingegen übersteht hier auch einen strengen Aussiebprozess.