Schön politisch

Einen sehr persönlichen Einblick in ihren Alltag als Politikerin gewährt uns die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl: In einem lesenswerten Beitrag auf ihrer eigenen Website schreibt sie über die skandalgetriebene Medienwelt mit ihren immer gleichen “Frühere Miss Germany”-Ansätzen und der irritierenden Unlust, Themen abseits von Schema F aufzugreifen. Vier Jahre lang habe sie zum Beispiel versucht, “Interviews zur Entwicklungspolitik zu führen”, erzählt Wöhrl. “Dies interessiert aber niemanden.” Inzwischen habe sie resigniert. Vielleicht lässt ihr Einwurf ja doch den einen oder anderen Redakteur innehalten und die übliche Praxis bewusst durchbrechen.

Nachtrag vom 15. Mai: Inzwischen sorgt Wöhrl durchaus auch mit anderen Themen für Schlagzeilen: In einem Exklusivbeitrag der “Süddeutschen Zeitung” geht es zum Beispiel um die erheblichen Nebenverdienste der Abgeordneten als Aufsichtsrätin von Unternehmen wie dem Schweizer Bankhaus Sarasin. Ein weiterer Mosaikstein im Gesamtbild …