Schnittig aus dem Kriegsgebiet

krspntkr15mmkNach den furchtbaren Terroranschlägen in Paris geraten auch die mit radikalem Islamismus verbundenen Krisenregionen im Nahen Osten und in Afghanistan wieder stärker in den Blickpunkt. Gleichzeitig tendieren neben vielen Bürgern und Politikern auch einige Journalisten zu Vereinfachungen und Pauschalisierungen, obwohl gerade jetzt Differenzierung und Sorgfalt geboten sind. Dazu passt das großartige Gespräch im Mediendienst „Kress“ (Danke für den Hinweis, „Bildblog“-Redaktion) mit Christoph Reuter, Islamwissenschaftler und Nahost-Korrespondent des „Spiegels“. Reuter wirft der Medienbranche vor, zentrale Themen nicht einmal „im Ansatz zu begreifen“ und viel zu nachlässig zu recherchieren. Bei Journalisten müsse die Recherche an erste Stelle stehen, und „nicht die richtige Fönfrisur für den TV-Aufsager“.