Schnäppchen im Gespräch

SnapChat FragenZusammen mit einem spezialisierten Partner soll ich für einen Kunden bis Ende des Monats einen Social-Media-Kanal bewerten, der laut „Horizont“-Gastbeitrag „derzeit die halbe Marketing-Welt verrückt macht“, weil keiner „das vermeintlich nächste große Ding verpassen“ will: Snapchat, die Plattform mit hochformatigen Videos, bei der geteilte Inhalte nach längstens 24 Stunden wieder verschwinden. Und noch einen prinzipiellen Unterschied gibt es: Eigene Inhalte werden nicht etwa hochgeladen, sondern mit der kanaleigenen App erstellt. Vor allem um „Schnelligkeit und Authenzität“ für „junge, schnelle und lesefaule“ Nutzer gehe es, meint zum Beispiel Claus Schöffel von „pr+co“. Das momentane Zwischenfazit der „Wirtschaftswoche“ jedenfalls fällt eindeutig aus: „Snapchat wird zum Massenphänomen – und zum wichtigsten Rivalen von Facebook.“

Für die meisten Kommunikationsprofis ist Snapchat derzeit wohl Neuland und Land der unbegrenzten Möglichkeiten zugleich. Die Handhabung aber sei „alles andere als selbsterklärend und Aufmerksamkeit zu bekommen, gestaltet sich wesentlich schwieriger als in anderen sozialen Netzwerken“, resümieren die Kolleginnen von Griffiths Consulting. Immerhin: Der Zugang für Werbetreibende, PR-Schaffende sowie Medien ist im Vergleich zu anderen Kanälen problemlos möglich und klar geregelt. Einstiegshilfen gibt es inzwischen ebenfalls mehr als genug, mit „Snap me if you can“ sogar ein ganzes, gegen Abgabe der E-Mail-Adresse überdies kostenfreies E-Buch darüber, wie man „das Netzwerk für sich und seine Marke ideal nutzen“ kann. Aufmerksam im Blick behalten sollte man die boomende „Smartphone-App mit Verfallsdatum“ in jedem Fall.