Ruhig den Mund halten

ruhepause14ughvcIm “Jobcoach” der “Süddeutschen Zeitung” ging es kürzlich darum, wie man MItarbeiter dazu bewegen kann, gelegentliche Überstunden zu akzeptieren. Dabei wurde ein kommunikativer Kniff empfohlen, der viele verblüfft haben dürfte: Man solle offen über die erforderliche Flexibilität sprechen und fragen, ob der Mitarbeiter dadurch womöglich überfordert sei – “danach schweigen Sie“. Dieses Schweigen kann innerhalb der Gesprächs- und Verhandlungsführung entscheidend sein, auch wenn die meisten Menschen in solchen Momenten dazu tendieren, weiter zu reden oder auch zu fragen. Gerade durch die Stille erhält der Gesprächspartner den Raum, sich innerlich klar zu werden und Haltungen einzunehmen oder auch ein Stück weit zu verändern.

Auch die Managementtrainerin Cornelia Topf rät im “Rhetorikmagazin” zu “Kunstpausen” und ist sich sicher: “Weniger Worte – mehr Gewicht.” In Wolfgang Linkers “Impulskommunikation“ ist die Sprechpause als paraverbales Muster sogar Teil des “Magischen Quartetts der Mikromuster”. Die Klappe zu halten kann in der Tat eine an Zauberei grenzende Wirkung entfalten. Ruhe bitte!