Rechtswidrig gelinkt?

Hütchenspiel Soziale MedienDie Einschätzung des österreichischen Fachjuristen Peter Burgstaller, nachzulesen zum Beispiel aktuell im „Business Insider“ oder bereits vor drei Tagen in der „Chip“, schreckt die Nutzer Sozialer Medien auf: In Europa sei die Nutzung von WhatsApp „generell illegal“. Bereits bei der Installation der ebenso verbreiteten wie beliebten App erlaube der Nutzer den Zugriff auf die Kontaktdatenbank des jeweiligen Smartphones und somit auf die Daten Dritter – dies breche eindeutig geltendes EU-Recht und müsse zudem von den nationalen Datenschutzbehörden genehmigt werden. Massenhaft Bescheide über die kolportierten bis zu 10.000 Euro Strafe als Folge sogenannter Abmahnungen sehe ich zwar noch nicht kommen, aber für „weltfremd“ oder gar „absurd“, wie manche Kommentatoren schreiben, halte ich Burgstallers Einwände nicht. Mangelnde Sicherheit und ein insgesamt zumindest fragwürdiger Umgang mit Nutzer- und Drittdaten werden WhatsApp, heute im Besitz von Facebook, schließlich bereits seit Jahren vorgeworfen. Wer professionell mit der Applikation zu tun hat, sollte sich in jedem Fall des Problems annehmen und nach Möglichkeit wappnen.