Radikale Blattmacher

dsztsft16edeFür „bento“ aus dem Hause „Spiegel“ ist es „genauso absurd wie gefährlich“, die „Frankfurter Allgemeine“ findet „manches darin schräg und unreif, anderes erschreckend professionell“: das erste Magazin für islamistische oder salafistische Cyberkrieger auf Deutsch, genannt „kybernetiq“. Schon das Titelbild macht die Absichten überdeutlich: der USB-Stecker als Patrone des digitalen Dschihadisten. Das Blatt in stellenweise, wie der Bayer sagen würde: verhunakelter Sprache ist wie eine regelrechte Zeitschrift gemacht und kursiert als PDF-Datei in Daesch-nahen Kreisen. Der oder die Macher bleiben anonym. Die Kybernetik, die bei der Namensgebung Pate stand, ist die Wissenschaft von der „Steuerung und Regelung komplexer Systeme“ und führte laut „Psychologie-News“ zu „Lehr- und Lernhilfen“, die eine „selbsttätige Handhabung durch den Schüler ermöglichen“. Das trifft hier wohl auch zu, nur dass es eben um Themen wie das „Töten auf Basis von Metadaten“ für „technikbegeisterte Terroristen“ geht. Lehrstoff in gruseligster Form.