Zuschauer machen Quote

Gerade beim Fernsehen scheint der Kampf um die Einschaltquoten heftiger den je zu toben. Kein Wunder: Meist hängen die Werbeeinnahmen letztlich ganz direkt von der Zahl der Zuschauer ab, und die werden immer stärker von anderen Sendern und vor allem den Neuen Medien umgarnt. Ein Interview in der “W&V” mit dem Experten Jörg Blumtritt  beleuchtet jetzt Hintergründe zum täglichen Quotenrennen und neue Messverfahren und Analysemethoden. So wird neben den eigentlichen Sendungen das onlinegestütze “Drumherum” immer wichtiger und stehen die Nutztungsdaten, welche Dienste wie iTunes oder Google im Internet und sozialen Medien erfassen, bei Werbungtreibenden hoch im Kurs.

Blumtritt sieht das Fernsehen zwar nach wie vor als “DAS Massenmedium”, aber plädiert für eine erheblich differenziertere Betrachtung der Quote als Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg einer Sendung. Im Vorfeld hatte der Satiriker Oliver Kalkofe gefordert, wegen der mangelnden Programmqualität solle man die Einschaltquote am besten gar nicht mehr berücksichtigen. Übrigens: Beim privaten Branchendienst Qotenmeter kann man sich bis auf Weiteres kostenfrei über die Zuschaueranteile der meisten Sendungen informieren.