PR vor Gericht

mlahpbrelegDer Begriff “anwaltschaftlicher Journalismus” erhält eine zusätzliche Bedeutung, wie jetzt wieder der anhaltende Skandal um Gustl Mollath zeigt. In einer vor allem für Juristen relevanten Analyse untersucht die “Legal Tribune Online” jetzt die “strafrechtlichen Grenzen der Öffentlichkeitsarbeit” und die sogenannte “Litigation-PR“. Bei der „Öffentlichkeitsarbeit im Rechtsstreit“ setzen Rechtsanwälte vor allem in Fällen von öffentlichem Interesse verstärkt auch Medienarbeit und Public Relations ein. Oft geht es dabei auch darum, eine Beschädigung des Rufs ihrer Mandanten abzuwenden oder zu beheben.

Die Autoren des Fachbeitrags beleuchten den “schmalen Grat zwischen medialer Vertretung ihrer Mandantschaft und Wahrung prozessualer Interna” und plädieren für einen insgesamt “zurückhaltenden Umgang mit sämtlichen Medien”. Mit Blick auf die gegenwärtige Entwicklung in unserer fortgeschrittenen Medien- und Informationsgesellschaft gehe ich dennoch davon aus, dass wir Rechtsbeistände noch sehr viel häufiger in ihrer Nebenrolle als PR-Berater erleben werden.