Post im Ironiemodus

pstlnsrk15hko„Geld verdienen mit Galgenhumor“, titelte vor über zwei Jahren „Die Zeit“, und die „Süddeutsche“ adelte die Satireseite bereits damals als „wohl beliebtesten Blog in Deutschland“ – seither ist „Der Postillon“ sogar noch erfolgreicher geworden und heute als eines der „erfolgreichsten deutschen Medien im Social Web“ Thema einer interessanten Betrachtung in der „Horizont“ zum wirkungsvollen Einsatz von Satire im Marketing. Satire sei schlicht „ein viraler Hit“. Was manchmal seitenlange Texte nicht vermittelten, bringe „gute Satire auf den Punkt“. Die Information bleibe unverändert, aber „sie wird dem Nutzer durch den Knalleffekt intensiv vor Augen geführt und bleibt hängen“. Großartig für jeden Kommunikator, allerdings ist Satire immer auch riskant und geht regelmäßig nach hinten los. Wer im Marketing mit Satire und Spott arbeitet, benötigt nach meiner Erfahrung nicht nur größtes sprachhandwerkliches Geschick, sondern muss auch bereit sein, Gegenwind auszuhalten. Auch rechtlich ist Satire nicht ganz unproblematisch. „Achten Sie darauf, dass es Richter gibt, die weniger Humor als Sie haben könnten“, rät Rechtsanwalt Dr. Bruno Dix ganz humorlos.