Polizeilicher Bildersturm

npzeism14ugcDer Grad an Steuerbarkeit ist bei jeder Kommunikationsmaßnahme eines der Entscheidungskriterien. Die Sozialen Medien stellen da oft gefährliches Terrain dar. Diese Erfahrung musste jetzt die New Yorker Polizei mit ihrer Twitteraktion “#ourNYPD” machen, bei der Bürger Fotos von sich mit ihrem “Freund und Helfer” im “Big Apple” ins Netz stellen sollen. Schnell kamen Tausende von kritischen Beiträgen zusammen, oft genug mit Fotos von gewalttätigen oder vermeintlich rassistischen Einsätzen.

“Ein klassisches Beispiel für eine Social-Media-Kampagne, die so richtig nach hinten losgegangen ist”, urteilt der “Stern”. Der “Spiegel” stößt ins gleiche Horn: “Im Netz gilt die Aktion inzwischen als Paradebeispiel für ein ‘Bashtag‘. Ein Hashtag, das benutzt wird, um jemanden oder etwas fertig- oder niedermachen.” Doch da bin ich mir nicht so sicher, denn zum einen fällt die Bilanz der Polizeiarbeit in NewYork nachweislich ziemlich gut aus und gibt es zum anderen mehr und mehr positive Stimmen. Zudem reagiert die Behörde auffallend souverän und hat dazu aufgerufen, weiter Fotos einzureichen – “good or bad.” Gut so – ganz ehrlich.