Nötigung statt Beziehung

susslebe14zugcDank  einem Kollegen wurde ich jetzt auf die aktuelle Ausgabe der “brand eins” zum Themenschwerpunkt Werbung mit einem starken Leitartikel aufmerksam. Die ernüchternde Kernaussage: “Die glorreiche digitale Weltrevolution optimiert, was uns schon im Fernsehzeitalter auf den Keks gegangen ist, nämlich die Aufdringlichkeit, die Penetranz der Werbung.” Längst sei Werbung kein mehr oder minder zartes Buhlen um die Gunst des Mediennutzers mehr, sondern pures Draufhalten. Werbung müsse wieder die Handschrift der Liebenden statt die eines Heiratsschwindlers tragen und müsse wieder Gespräch statt Monolog sein. Völlig d’accord. “Nur die Liebe selbst weckt Gegenliebe”, wie es der von den Nazis ermordete Pater Maximilian Kolbe formulierte. Leider werden die meisten Macher und Auftraggeber in der Werbung im Zweifel wohl weiterhin käufliche Aufmerksamkeit der ungewissen Hoffnung auf echte Hingabe vorziehen.