Türöffner im Kopf

nrhrnmkr15uhbDas Fachmedium „Horizont“ berichtet über die Versuche des weltweit bekannten Marktforschungsunternehmens Nielsen, sich verstärkt mit dem sogenannten Neuromarketing zu befassen, bei dem Erkenntnisse aus der Nerven- und Hirnforschung vor allem für die Absatzkommunikation nutzbar gemacht werden. Deutlich besser als bisher könne der Werbungtreibende künftig „die Kraft der Emotion nutzen“ und die Kommunikation erheblich „präziser auf die Konsumentenbedürfnisse ausrichten“. Laut Unternehmensangaben setzt Nielsen dabei vor allem Gehirnstrommessungen per Elektroenzephalogramm (EEG) und Blickverlaufsanalysen („eye-tracking“) ein. Aus meiner Sicht steht unserer Branche hier noch ein echter Quantensprung bevor, auch weil wissenschaftliche Ergebnisse der Werbe- und Kommunikationspsychologie bislang selbst von erfahrenen Profis noch viel zu zaghaft und inkonsequent eingesetzt werden.