Lesen am Ende

lsengafitwndWenn Kommunikationsprofis Nutzungsdaten von Websites analysieren, erleben wir regelmäßig die große Schmelze. Bekanntestes Beispiel: die “Robots” oder “Spider” der Suchmaschinen, also kleine Programme, die im Internet nach neuen Inhalten fahnden. Es ist keine Seltenheit, dass sich vier von fünf der vermeintlichen Seitenbesuche als wertlose Zugriffe solcher Suchmaschinenhelfer entpuppen. Jetzt liefert ein Beitrag im Internet-Magazin “Slate” weitere interessante Erkenntnisse auf Basis von Daten des Analysediensts Chartbeat. Die Quintessenz: Selbst die meisten “echten” Besucher lesen nur einen Bruchteil eines Beitrags. Ja sogar ein Großteil der Nutzer, die den Artikel zum Beispiel über Twitter “teilen“, haben ihn gar nicht auch nur annähernd komplett gelesen. Der “Slate”-Autor Farhad Manjoo drückt das nach etwa zwei Dritteln seines Beitrags überspitzt so aus: “Wir kommen nun tief hinein in die Seite, demnach dürfte das hier im Grunde nur meine Mama noch immer lesen.” Da schreiben wir für das “Global Village”, und landen doch bei Mutti – aber das erfährt ja zum Glück kaum einer …