Unternehmen zum Klingen bringen

unternehmensmusikMit einer Kollegin unterhielt ich mich gestern über Musik in der Unternehmenskommunikation. Nach meinem Dafürhalten gibt es hier noch viel zu viel Brachland. Zwar haben die meisten in der PR schon einmal etwas von akustischer Markenführung gehört, aber im Regelfall sind ein wenig Hintergrundmusik im Image-Video und die Live-Band beim Mitarbeiterfest schon das Höchste der Gefühle. Dabei tun sich einzigartige Möglichkeiten auf. „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“, sagte der großartige Schriftsteller Victor Hugo einmal. Nicht umsonst sind Filme oder auch Fernseh- und Radiospots ohne Musik oder zumindest Klangeffekte kaum denkbar. Erfolgreiche Beispiele gibt es auch genug. Gerne erinnere ich mich an den 2005 eingeführten und gerade bei jungen Mitarbeitern beliebten weltweiten Wettbewerb „Voice of McDonald’s“ mit mehreren Tausend Teilnehmern. Ein landesweiter Wettbewerb à la „Deutschland sucht den Superstar” machte 2008 einen VW-Mitarbeiter unter dem Motto „Wer rockt den Scirocco?“ zum Interpreten des neuen „Sciroccos-Songs“, auch zu hören im Fernsehspot.

Musik könne für „Selbstfindung, Kommunikation, Kreativität und Freude wirklich ein fantastisches Medium“ sein, so der Musiker und Komponist Markus Stockhausen vor ein paar Tagen gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Mein jüngster größerer Einsatz in Sachen Musik fand Ende Juli statt. Nachdem ich für einen meiner Kunden zu einem Rock-Klassiker einen neuen Text geschrieben hatte, stellten wir aus Mitarbeitern eine fünfköpfige Band zusammen und spielten das Stück heimlich nachts in den Büroräumlichkeiten ein (mit mir – siehe Bild – an einer der Gitarren). Dabei entstand, weitgehend mit Bordmitteln, ein rund dreieinhalbminütiges Musikvideo, in das wir kurze Filmchen und Fotos von anderen Mitarbeitern mit zusätzlichen persönlichen Botschaften integrierten. Das Ergebnis wurde im Rahmen einer großen Firmenfeier uraufgeführt und erntete Begeisterungsstürme. Er habe das Video seiner Freundin gezeigt, erzählte mir später einer der Mitarbeiter, und die habe zum ersten Mal begriffen, „was für ein geiler Haufen die Truppe“ sei. Klingt gut!