Ins Kraut geschossen

ktrtr15edcxEin Versuch war’s allemal wert, aber jetzt? Vor knapp einem Jahr startete „Krautreporter”, um “den deutschen Online-Journalismus zu retten”. Das vielbeachtete, verlagsunabhängige Crowd-Funding-Projekt wird derzeit von immerhin 18.000 zahlenden Mitgliedern unterstützt. Einer davon bin ich. Nun geht es um die nötigen Mittel für die Fortsetzung des Magazins – diesmal offenbar nach dem Genossenschaftsprinzip. Allerdings ist das Projekt im ersten Jahr „grandios gescheitert”, wie Volker Schütz in der „Horizont” meint.  Womöglich habe schlicht die „ordnende Hand” einer Chefredaktion gefehlt, um „eine Traube journalistischer Ich-AGs unter das Dach einer Medienmarke zu bringen” und „auf ein redaktionelles Ziel zu lenken”. Die „taz” hat schon recht: „Manches, was die Krautreporter niederschreiben, ist ein echter publizistischer Gewinn.” Insgesamt war die journalistische Ausbeute in meinen Augen aber wirklich bescheiden. Noch bin ich unentschieden, aber schon das schmerzt ein wenig angesichts der hehren Ziele.