Halt im Arbeitsleben

pshar14uifDas Schönste an der Arbeit ist der Feierabend, sind viele Menschen überzeugt. Aber nicht nur sogenannte Workaholics fühlen sich am Arbeitsplatz oft wohler als zu Hause. So erzählt auch ein aktueller Beitrag einer US-amerikanischen Soziologin in “Psychologie heute” von der “Flucht ins Büro” und von Menschen, die gerne in der Arbeit sind, weil es ihnen dort ganz einfach “besser geht als zu Hause” mit der Familie. Die Ergebnisse einer Arbeitnehmerstudie sind im Grunde leicht zu erklären: Die Anforderungen in einer Familie sind in der Regel erheblich vielfältiger und weit weniger geregelt als im Beruf, wo wir meist unsere geordneten Prozesse haben und uns auf professionelle Standards verlassen können. Dafür wurde man ja schließlich ausgebildet. Das Familienleben aber erwischt uns oft kalt und stellt uns – meist auch noch erschöpft von einem langen Arbeitstag – vor ständig wechselnde Aufgaben, die uns als ganzen Menschen fordern. Kaum ein Vorgesetzter oder Kollege fordert so umfassend, so unvorhersehbar und so unter die Haut gehend wie zum Beispiel ein pubertierender Jugendlicher mit Schulproblemen. Verglichen damit kann ein Tag im Büro bequem und entspannt sein. Andererseits belegen zahlreiche Studien, dass die Familie bzw. ein entsprechend “dichtes Beziehungsgeflecht” eine “Quelle des Glücks” ist. Allerdings gibt es die Segnungen des Familienlebens nicht umsonst – auch sie erfordern Zeit und Kraft. Doch das Investment lohnt sich, schließlich ist Familie der “Sinngeber Nummer eins“.