Gutes Zeichen

“Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild”, wusste schon Leonardo da Vinci. Und auch ich finde Bilder und Illustrationen häufig schlicht faszinierend, gerade als Kommunikationsinstrument. Zum Beispiel die im Internetzeitalter immens gewachsene Menge an sogenannten Emoticons, die als Abfolge banaler Schriftzeichen komplexe Gefühle und Stimmungen ausdrücken. Oder die kaum wegzudenkenden Piktogramme, die als simple Zeichen mehr oder weniger umfassende Botschaften transportieren, oft sogar sprach- und kulturübergreifend. Der “Stern” hat jetzt über einen neuen Bildband aus dem Verlag Scherz berichtet, in dem insgesamt 200 Biographien von Julius Cäsar (siehe Bild links) bis Elton John auf wenige Piktogrammen komprimiert sind.  Das ist vielleicht nicht immer hundertprozentig gelungen, aber die meisten “Lebenszeichen” sind originell und inspirierend. Da will man mit Hugo Ball sagen: “Das Bild ist die Mutter des Wortes.”