Gute Karten alter Schule

Visitenkarten Trotz ungebremster Internetrevolution sei sie „ein kleiner analoger Widerstandskämpfer“, so ein geistvoller Beitrag in der heutigen „Süddeutschen Zeitung“, der „sich seit Jahren erfolgreich weigert, die digitale Arbeitswelt zu verlassen“: die gute, alte Visitenkarte. Auch ich habe sie gerade erst wieder frisch für mich geordert – in gleich zwei Versionen, Deutsch und Englisch. Dass sie nicht schon längst ausgestorben ist, hat eine ganze Reihe guter Gründe. Der Artikel nennt neben der haptischen Wahrnehmung und dem höheren „Wohlfühlfaktor“ vor allem die größere Verständlichkeit sowie Einprägbarkeit. Kostengünstig und schnell zu haben sind Visitenkarten ohnehin. Die Special-interest-Plattform „Entrepreneur“ ergänzt unter anderem noch den persönlichen Kontakt, unschlagbare Effizienz und Flexibilität sowie die hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Karte aufgehoben und weitergegeben wird. Wen das nicht überzeugt, dem sei ein Beitrag aus der „Forbes“ ans Herz gelegt: „Der wichtigste Grund, eine eigene Visitenkarte zu haben, ist es, damit die Visitenkarte eines anderen zu bekommen.“ Fazit: Als Eintrittskarte zu guten Beziehungen scheint die Visitenkarte nach wie vor unschlagbar zu sein.