Gewagte Thesen

julswnisEr schrieb, so formuliert er es selbst, “mit 22 einen Krimi und rutschte dann in den Journalismus ab”: Constantin Seibt vom Schweizer “Tagesanzeiger”. Jetzt fordert er in einem umfangreichen Appell im Fachmedium “Journalist” von seinen Kollegen für den “Journalismus des 21. Jahrhunderts” mehr Begeisterung, Eigensinn und Mut. “Das entscheidende Ding, das ein Publikum fesselt, ist das Wagnis“, schreibt Seibt. Und mit seinem Beitrag geht er selbst eines ein. Er seziert das Journalistenhandwerk von den Abläufen in der Redaktion über das “seelenlose Grinsen eines PR-Profis” bis zum Zeitbudget der Leser. Das macht er nachdenklich, sorgfältig und mit Freude am Kontroversen. Gefällt mir.