Gedruckter Wiedergänger

DruckBabel„Print ist tot“, so hört und liest man ja immer wieder, und das zum Beispiel auch schon vor fast zehn Jahren im ehrwürdigen „Handelsblatt“. Auch damals aber war erkennbar, „dass Pessimismus in Bezug auf den Fortbestand der Mediengattung Print nicht so pauschal angebracht ist, wie vielfach diskutiert wird“. Ein gut gemachtes und neugierig machendes Beispiel für Druckmedien in PR und Unternehmenskommunikation ist die neue Zeitschrift „Green City Life“ der Münchner Green City Energy, die erfolgreich Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien projektiert und über verschiedene Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle vermarktet. Zusammen mit Süddeutscher Verlag onpact, laut Eigendarstellung „die gelungene Synergie aus Agentur und Verlag“, erschien Ende Juni mit der Erstausgabe ein aus meiner Sicht beachtliches Stück versuchte Imageprofilierung in Kombination mit Kundenbindung – starke Texte, gute Themen, hervorragende Gestaltung und schöne Einfälle, um die Stärken einer gedruckten Publikation auch zu nutzen. Das Unternehmen versteht das Medium als “Nachhaltigkeitsmagazin“, das die „spannendsten Evolutionslinien, ihre Entstehung im Gestern, wie sie unser Heute beeinflussen und ihre Impulskraft für Morgen“ zeige. Ganz so dick würde ich nicht auftragen, aber einmal mehr bin ich überzeugt: Papier hat in der Öffentlichkeitsarbeit nach wie vor seine Berechtigung und seine gar nicht mal so kleine Nische, die es gekonnt und kreativ zu füllen gilt.