Fehlpässe und amateurhaftes Stellungsspiel

bstgldfb15rddFlankiert von der „Bild“ wollte der Deutsche Fußball-Bund, immerhin der größte Sport-Fachverband der Welt, gestern per Pressekonferenz die Wogen nach den schweren Vorwürfen des „Spiegels“ rund um das sogenannte „Sommermärchen“ glätten – das ist jetzt eher nicht so ganz geglückt. Die „Süddeutsche“ schreibt von einer Geschichte, die „nach Straftaten und Organisierter Kriminalität klingt“. Die „Zeit“ wertet den „geplanten Befreiungsschlag“ Wolfgang Niersbachs als „Peinlichkeit“ und erlebt den DFB als „die Karikatur eines Sportverbands“. Am Ende stellten „sich mehr Fragen als vorher“. Geradezu ein Fest ist Niersbachs Auftritt auch in Sachen Körpersprache und Mimik. Der „Gesichterleser“ Dirk Eilert erläutert in einem Beitrag für „DRadio Wissen“ die „extrem vielen Signale von Stress, Sorge, Unsicherheit und auch Geringschätzung“ beim medienerfahrenen DFB-Präsidenten. Selbst Laien dürften wenig Schwierigkeiten haben, den Auftritt recht eindeutig als „Grottenkick“ einzustufen.