Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

WaschmaschinenpartyIn meinen Jahren im DDB-Netzwerk haben es mir die Arbeiten der Kollegen aus Schweden oft besonders angetan, zum Beispiel die weltweit beachtete, mehrteilige Kampagne zur „Spaßtheorie“ für Volkswagen. Jetzt berichtet die „Horizont“ über eine neue kreative Idee der Stockholmer, den „Samsung-Waschsalon“, der weniger „Laundry“ (Wäscherei) als „LANdry“ („Local-Area-Networkerei“) ist. Computerspielen darf nur, wer die mit dem Smartphone vernetzte Waschmaschine benutzt. Damit solle „faulen Teenies die Hausarbeit schmackhaft“ gemacht werden. Das klappt nur bedingt, aber immerhin sorgt der unterhaltsam aufgemachte Spot für Aufmerksamkeit und ein paar Schmunzler. Besonders gelungen ist aus meiner Sicht auch die Verbindung vom Hype-Produkt „Galaxy S7“ mit der für Jugendliche doch eher öden neuen „intelligenten“ Waschmaschine „AddWash“, beide von Samsung. Eine Wirtschaftspsychologin aus Deutschland sagte einmal, es habe kulturelle Gründe, warum Schweden „besser zu neuen und kreativen Ideen kommen“. Schade, dass die meisten Deutschen es wahrscheinlich doch wieder bei einem „Billy“-Regal und „Kötbullar“ bewenden lassen werden.