Durschnittlich enttäuscht

sdezchkrr15elmDas ist so ein bisschen wie mit den Autofahrern, wo sich viel, viel mehr als überdurchschnittlich gut einstufen als statistisch überhaupt möglich: Nach einem schönen Beitrag in der “Süddeutschen Zeitung” zu einer Bain-&-Company-Studie verlassen gut 30 Prozent der Wirtschaftsstudenten ihre Hochschule “mit dem Selbstvertrauen eines zukünftigen Topmanagers”, während letztlich nur ein Bruchteil ganz oben ankommt. Trotz vollem Einsatz und Überstunden blieben die meisten irgendwann zwangsläufig mehr oder weniger frustriert als mittlere Führungskraft hängen. Spätestens. An der Spitze wird es eben eng. Das mag einleuchten, aber “die Erklärung nimmt uns die Enttäuschung nicht”, wie der renommierte Psychologe Michael Ziegelmayer zitiert wird. Ein geradezu klassisches Coaching-Thema, zu dem es glücklicherweise viele bewährte Methoden und Instrumente gibt. “Enttäuschungen sind die Amme der Weisheit“, so der irische Politiker Boyle Roche im 18. Jahrhundert – aber dahin ist es meist ein langer Weg.