Die Welt mag’s bildlich

mjzhn15tfeVor allem in den Sozialen Medien scheint die Menschheit ganz verrückt nach sogenannten Emojis zu sein, den ursprünglich japanischen Bildschriftzeichen, von denen inzwischen mehr als 600 auch Bestandteil der standardsetzenden Unicode-Bibliothek für die Normaltastatur wurden. Die “Süddeutsche Zeitung” nennt sie “Fratzen der Emotion” oder gar “die Barbies des Schriftverkehrs: zu grell, zu aufgesetzt, zu Plastik”, und meint, man müsse sie ab 30 bitte “sparsam oder nur im Notfall verwenden. Notfall, das heißt: Wenn man zu betrunken zum Tippen ist, seine Kontaktlinsen verloren hat oder durch einen absurden Zufall an die Handynummer von Justin Bieber gekommen ist”. Vorsicht scheint da zumindest geboten. Aber: Die bunten Ideogramme machen zuweilen einfach Spaß und eröffnen – on- wie offline – zusätzliche Möglichkeiten der schriftlichen Kommunikation. Die guten alten Emoticons spielen eine ähnliche Rolle, sind im Moment aber doch eher Ladenhüter. Äh, 😴 statt 💋. Also passend zur Weihnachtszeit: 🎄!