Demontierter Dialog

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“Das rechte Gespräch: keiner ringt nach Geltung, aber jeder kommt zur Geltung!”, meinte Hugo von Hofmannsthal. Wie man eine Gespräch geradzu systematisch torpedieren kann und was passiert, wenn man am anderen und seiner Sichtweise im Grunde gar nicht interessiert ist, zeigt ein scharfer Kommentar des renommierten Medienexperten Stefan Niggemeier zur Sendung “Markus Lanz” vom 16. Januar mit Sarah Wagenknecht. Niggemeier kommt zu dem Schluss, dass Lanz Wagenknecht eingeladen habe, “um sie nicht zu Wort kommen zu lassen”. Sein Fazit: Lanz sei “ein Mann, der dann wütend wird, wenn sich jemand nicht zu ihm in den Sandkasten knien will, um auf seinem Niveau zu diskutieren”. Nach Niggemeiers Ausführungen kann man nur schwer widersprechen.

Nachtrag vom 23.1.: Inzwischen hat die “Zeit” ein interessantes Interview des “Tagesspiegels” mit dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über “ein derart schlecht geschauspielertes Politik-Interesse, einen so fröhlich-kenntnisfreien Fragestil und eine so offensichtliche Gier nach Aufmerksamkeit” publiziert. Lanz bleibt im Gespräch.