Bezahlte Verpester

Dass vor allem in den USA eine von einflussreichen Unternehmen wie Chrysler oder ExxonMobil finanzierte konzertierte Kampagne läuft, um den sogenannten Klimaskeptikern und ihren vermeintlich wissenschaftlichen Helfeshelfern Gehör zu verschaffen, weiß man. Ein umfangreicher Artikel in der “Zeit” macht sich jetzt die Mühe, die Methoden hinter der “organisierten Lüge” im Detail aufzuzeigen. So wird Schritt für Schritt nachvollziehbar, wie so viele Menschen glauben gemacht werden konnte, “die Erderwärmung finde nicht statt”. Oder doch viel, viel langsamer als behauptet. So glaube “nicht einmal jeder zweite Amerikaner jetzt noch an den Klimawandel”.

Der offenbar bestens recherchierte Beitrag von Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg lenkt den Blick auch auf die Versuche hier in Deutschland, die Zweifel am menschengemachten Klimawandel (vor einigen Jahren nannte man das ziemlich einhellig noch – deutlich dramatischer und wohl auch treffender – “Klimakatastrophe“) zu säen und mit dem “Horrorszenario einer Ökodiktatur” Ängste schüren. Mit dabei, natürlich: die “Bild”-Zeitung. Womöglich ist die “Antwort auf eine Menschheitsfrage” ja tatsächlich “käuflich”, zumindest ein Stück weit …