Auf gut Deutsch

srahdushEin aktueller Beitrag von Jens Bisky in der “Süddeutschen Zeitung” nimmt sich gleich dreier neu erschienener Bücher zum rasantem Wandel unserer Sprache an. Nur am Rande geht es dabei um die vieldiskutierten Anglizismen, die noch immer “weniger als zwei Prozent des deutschen Wortschatzes” ausmachten.

Ich persönlich finde Uwe Hinrichs’ “MultiKultiDeutsch” am interessantesten. Eine der Kernaussagen: “Die wachsende Bedeutung von Schnelligkeit, von mündlicher Kommunikation und von Kommunikation per SMS, Facebook usw.” führe nachweislich “zu einer Aufweichung der Norm und begünstigen reduzierte, vereinfachte Formen”. So werde im Zusammenspiel mit den Folgen der zunehmenden Migration zum Beispiel der Genitiv immer seltener genutzt, würden Endungen verschwinden und Artikel immer öfter “schwankend verwendet”. Auch in der PR- und Kommunikationsbranche sowie in den Medien begegnen einem solche “Sprachverwahrlosungen” inzwischen ja ständig. Da halte ich’s doch doppelt gerne mit Nietzsche: “Nehmt eure Sprache ernst!”