Ansprache mit Redewendung

Rdeirfn87t65gTypischerweise sind sie “abgenutzt”, “hohl”, “abgedroschen” oder auch “ausgelutscht”: Floskeln. Dass sie in Reden durchaus ihre Berechtigung haben, betont der Präsident des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in seiner kurzen Dezemberkolumne. So würden wir Menschen nach einer Studie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität “Aussagen schätzen, die Banalitäten und Allgemeinplätze enthalten”. Zudem könne höflich wertvolle Zeit gewonnen werden. Der sprichwörtliche Klartext sei da zum Beispiel in der Politik häufig weit weniger erfolgreich. Nach meiner Erfahrung dienen Floskeln auch dem Gefühl des Vertrautseins und letztlich dem unbewussten Vertrauen in die Botschaft. Nicht umsonst, so heißt es in dem Beitrag, würde Floskel “etymologisch ‘Blümchen’ bedeuten und mit ‘Flirt’ zusammenhängen” – und wer mag schon keine Blumen?