Animateur an Lenker

lpadtplg15lkjTypologien gibt es wie Sand am Meer – und sind mit Vorsicht genießen. Und doch sind sie fast unverzichtbar, um das menschliche Miteinander zu klären und halbwegs effizient zu gestalten. Als gut brauchbar hat sich das Vier-Typen-Modell der US-amerikanischen
Marketing- und Kommunikationsexperten Tony Alessandra und Phil Hunsaker erwiesen. Es unterscheidet unser Verhalten nach zwei Dimensionen (indirekt oder direkt sowie fördernd oder fordernd) anhand von drei Merkmalsgruppen (verbal, stimmlich sowie visuell). So ergeben sich vier verschiedene Typen:

  1. Indirekt fördernd: der PARTNER (zögernd handeln/entscheiden, enge, persönliche
    Beziehungen wollen, zwischenmenschlichen Konflikte meiden, Schwächen
    bei Zielsetzung/Selbstdisziplin, hohe Fähigkeit, von anderen Hilfe zu erhalten,
    langsam arbeiten, mit anderen kooperieren, Sicherheit/Geborgenheit suchen,
    gute Beraterfähigkeiten)
  2. Indirekt fordernd: der DENKER (vorsichtig handeln/entscheiden, Organisation/
    Struktur anstreben, Einbindung meiden, Detailfragen stellen, Daten sammeln,
    rationelles, pragmatisches Klima suchen, Recht behalten wollen, (alleine) langsam
    und präzise arbeiten, gute Problemlösungsfähigkeit)
  3. Direkt fördernd: der ANIMATEUR (spontan handeln/entscheiden, Einbindung
    wünschen, Alleinsein meiden, übertreiben/generalisieren, zur Träumerei neigen,
    andere anstecken, sprunghaft, rasch arbeiten, begeistert mit anderen kooperieren,
    Achtung/Anerkennung suchen, gute Überredungskünste)
  4. Direkt fordernd: der LENKER (klar/zügig handeln/entscheiden, Kontrolle
    anstreben, Tatenlosigkeit eliminieren, Freiheit suchen, um sich und andere zu
    steuern, kühl, unabhängig und ehrgeizig, (alleine) schnell und eindrucksvoll arbeiten,
    Organisationstalent)

“Missverständnisse geschehen, weil wir nicht begreifen, dass unterschiedliche Leute unterschiedliche Kommunikationsstile haben”, so Alessandra. „Kluge Typen sind untypisch“, meint hingegen ein Aphorismus Erhard Bellermanns. Auch kein schlechter Gedanke in Sachen Typologisierung.