Anhaltender Druckabfall

Deutschland ist weltweit für seine enorme Medienvielfalt und seinen in der Regel guten Journalismus bekannt. Blätter wie die “Süddeutsche Zeitung” oder die “Frankfurter Allgemeine” erhalten regelmäßig Bestnoten. Jetzt bekommt dieses Bild einen weiteren Kratzer – durch einen Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen, in dem Deutschland in Sachen Pressefreiheit nur Mittelmaß bescheinigt wird. Vor allem zwei Faktoren werden betont:  die “abnehmende Vielfalt” durch aus Geldmangel geschlossene oder unterbesetzte Redaktionen und die weiter steigende Einflussnahme durch Public Relations, kurz PR.

Doch da könnte meine Branche an einem Ast sägen, auf dem sie selbst sitzt: Auch erfolgreiche Medienarbeit braucht unabhängige und glaubwürdige Medien. Besonders eindinglich hat der findige Kommunikationsexperte Klaus Knocks das mal formuliert: „Gute Journalisten sind, was Amerikaner Schmerzen im Hintern nennen.“ Wohl bekomm’s!