An den Seiten franst es aus

OnlineVerschnipselung2016Bei den meisten Unternehmen und Organisationen ist die eigene Website noch immer so etwas wie das Leitmedium – die zentrale Kommunikationsplattform, die – ähnlich Satelliten – von mehr oder weniger vielen zusätzlichen Kanälen und Publikationen umkreist wird. Doch die Digitalisierung frisst ihre Kinder. Gerade die Stellung der Website ist mächtig ins Rutschen geraten. Ein aktueller Beitrag in der „Horizont“ zum Phänomen derHomeless Media“ sollte auch von den Machern in PR und Unternehmenskommunikation aufmerksam gelesen werden. „Das Internet […] ist am Zerbröseln“, heißt es dort, und besonders deutlich werde diese „dramatische Entwicklung am Relevanzverlust“ der Website parallel zur abnehmenden Dominanz der Internetnutzung via Desktop. Der eigene Internetauftritt mit der Homepage als Einfalltor sei bereits heute „nicht mehr die Sonne, um die sich alles dreht, sondern ein Planet, wenn auch ein großer unter vielen“. Ergo: Erfolgreiche Kommunikation wird noch kleinteiliger und findet direkt oder über Umwege verstärkt in anderen Kanälen, Plattformen, Sozialen Medien oder Apps statt. Mit anderen Worten: Der (bisherige) Rand steht mehr und mehr im Mittelpunkt.