Schlagwort-Archive: Wandel

Wandel stellt sich quer

Fast jeder kennt wohl die Metapher vom Schwimmen gegen den Strom. Wenn ich zwischen Büro und Zuhause die Isar überquere, kann ich Forellen genau dabei beobachten. Es kostet offensichtlich Energie, aber im Gegenzug führt das Wasser den Fischen quasi frei Haus Nahrung zu. Wenn der Nachschub versiegt, schwimmt der Fisch an eine andere, mutmaßlich bessere Stelle. Das Bild passt in meinen Augen auch ganz gut Weiterlesen

Chefsache Change

Meine bevorzugte Zeitung? Die „Süddeutsche“, und das nicht nur, weil sie quasi zufällig aus meiner Heimatstadt kommt. Meiner „SZ“ habe ich Unmengen an Informationen, Ansichten, Einblicken, Einordnungen und auch einfach erbaulichen oder unterhaltsamen Texten zu verdanken. „Eine gute Zeitung“, so die wunderbare Erklärung des Schriftstellers Arthur Miller, „ist das Selbstgespräch eines ganzen Volkes.“ Immer freitags mischt sich Weiterlesen

Lernen mit Austauschprogramm

„Fürchte die Unwissenheit, aber noch mehr fürchte falsches Wissen“, lautet eine buddhistische Weisheit. Das Problem: Vermeintliches Wissen zu ersetzen oder Vorurteile zu überwinden, erfordert Energie – und unser Gehirn ist überaus hartnäckig darin, Energie zu sparen. Einen sehr charmanten und schön anzusehenden Versuch, mit besonders populärem Falschwissen aufzuräumen, unternimmt die Website „Information is beautiful“: Für Weiterlesen

Sprachliche Hürden

In meiner Studienzeit malten wir uns aus, wie es wäre, wenn sich die Redewendung „Mach‘ den Hingsen“ als Formel für spektakuläres Versagen durchsetzen und im Laufe der Jahrzehnte völlig von ihrem Ursprung entkoppeln würde. Vermutlich würde kaum einer mehr wissen, dass Deutschlands Zehnkampfhoffnung Jürgen Hingsen 1988 wegen wiederholter Fehlstarts bei den Olympischen Spielen disqualifiziert wurde. Seit bestimmt zwanzig Jahren bin ich der Redewendung nun allerdings schon nicht mehr begegnet. Derzeit macht ein anderes Wort von sich reden, das rasend schnell scheinbar fest im deutschen Sprachraum verankert wurde: der Shitstorm. Vom „Stern“ bis zur „W&V“ greifen Journalisten Recherchen der Nachrichtenagentur dpa zu den Ursprüngen des Begriffes auf, der für einen Sturm der oft hasserfüllten Entrüstung in den Neuen Medien steht und inzwischen in aller Munde zu sein scheint. Ein echtes „Netz-Phänomen“ eben, wie es auch in der „Cosmopolitan“ heißt. Wer mehr über den Wandel der Sprache und die Entstehung neuer Worte erfahren will, kann in einem Podcast von Wissen.de nachhören oder -lesen. Fazit: Auch in unserer Sprache ist „alles im Fluss„.

In Zukunft anders

Der „PR Report“ weist auf die erstmals durchgeführte Studie „Agenturen der Zukunft“ hin, die seit Mai dieses Jahres im gemeinsamen Auftrag von insgesamt zehn Agenturen und fünf Partnerunternehmen durchgeführt wurde. Dabei wurde unter Leitung des Trendforschers Jörg Jelden der Wandel in insgesamt vier relevanten Bereichen untersucht: sozial, technologisch, kulturell sowie ökonomisch. Die Methoden und die Ergebnisse sind durchaus interessant. Während sich fast alle Befragten einig sind, dass sich Agenturen ändern müssen, um weiterhin Erfolg zu haben, herrscht für rund drei von vier Teilnehmern „allgemeine Unklarheit über die Art der Veränderung“ und sieht mehr als die Hälfte einen Mangel an „interner Veränderungsbereitschaft„.  Mehr dazu gibt es auf der sehr kompakten, gut aufgemachten Studienseite im Internet.