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Raumgreifende Präsentationsschokolade

„Langweilige Powerpoint-Präsentationen sind eine globale Seuche“, hieß es Anfang letzten Jahres in der „Wirtschaftswoche“. Diesem Urteil hätten sich wohl schon im Vorfeld alle Teilnehmer am gestrigen Quartalstreffen der Regionalgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) in München ohne zu zögern angeschlossen. Das Thema des schon traditionellen Gastvortrags: „Präsentieren mit einer Rede oder reden Weiterlesen

Redekunst aus dem alten Rom

vrds Professor JankaWeit mehr als zweitausend Jahre sind vergangen seit seiner Ermordung im Jahr 43 v. Chr., und dennoch beeinflusst und befruchtet er die Rhetorik in Theorie und Praxis bis heute: Marcus Tullius Cicero, eine der bekanntesten und vielseitigsten Persönlichkeiten der römischen Antike und vor allem so etwas wie der Ahnherr der wissenschaftlich betriebenen Redekunst. Beim gestrigen Stammtisch der Regionalgruppe Bayern Weiterlesen

DAX auf bestem Stammtischniveau

vrstmtjl15rfvBeim zweiten Stammtisch der wiederbelebten Regionalgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) am Montagabend im „Peter & Wolff“ in der Münchner Innenstadt gab es neben dem üblichen kollegialen Plausch auch zwei ausgesprochen interessante Kurzvorträge, zum einen zur jüngsten Mitgliederversammlung in Berlin, zum anderen zur erfolgreichen Analyse der Hauptreden auf den diesjährigen Hauptversammlungen aller 30 deutschen DAX-Unternehmen durch insgesamt 17 Verbandsmitglieder. Daneben ging es unter anderem um Für und Wider sogenannter Honorarempfehlungen, den Kongress „Mehr Taktgefühl, weniger Political Correctness“ sowie die Ende 2014 eingeführte Zertifizierung in Zusammenarbeit mit der Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft (PZOK). Erfreulicher Nebenaspekt: Insgesamt drei potenzielle Neumitglieder waren als Gäste dabei. Der nächste Stammtisch am Montag, den 26. Oktober, ist bereits in Vorbereitung.

Ansprache mit drei Streifen

addshptvrd15edfcvAls Gast besuchte ich die diesjährige Hauptversammlung des DAX-30- und Sportartikelkonzerns Adidas AG in Fürth. Während mich in Mittelfranken strahlend blauer Himmel erwartete, mussten sich die Herzogenauracher Spitzenmanager angesichts des schwachen Vorjahres „harsche Kritik“ auf einer „ungemütlichen Hauptversammlung“ anhören, wie die „Wirtschaftswoche“ schrieb. Mich interessierten an diesem Tag vor allem der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer und seine knapp 40-minütige Rede, die ich für den Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) analysieren durfte. Meine Analyse steht – jetzt bin ich gespannt, wie sich Hainer im Vergleich zu den übrigen DAX-30-Bossen geschlagen hat.

Gemeinsam ins Gerede kommen

vrsrgby15dcvGelungener Auftakt bei frühsommerlichen Temperaturen: Der erste „Stammtisch“ der wiederbelebten Regionalgruppe Bayern des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) gestern abend im „Park-Café“ am Alten Botanischen Garten in München hat richtig Spaß gemacht und einen erstaunlich bunten Trupp von Menschen aus verschiedensten Winkeln des „Redenreichs“ zusammengeführt. Die Bandbreite umfasste Freiberufler und Angestellte, „Nur-“ und „Unter-anderem-Redenautoren“ sowie Spezialisten für politische Themen neben solchen für die Vorstandskommunikation.  Gemeinsam trugen wir viele Ideen zusammen und schufen eine gute Ausgangsbasis für unsere künftigen Aktivitäten. Fortsetzung folgt – spätestens zum nächsten Stammtisch am 27. Juli.

Gewollte Stammtischreden

vrstmthmc15ewkSchon länger bin ich ein aktives MItglied des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS). Jetzt wollen die Miesbacher Journalistin und PR-Kollegin Lisa Hilbich und ich gemeinsam als neue Leiter die Regionalgruppe Bayern mit ihren insgesamt rund 70 Mitgliedern wiederbeleben. Künftig soll es vierteljährlich einen Stammtisch geben, und seit gestern steht der Termin für das Auftakttreffen fest: Montag, 27. April, ab 19.30 Uhr in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. Auch Neumitglieder und Interessenten sind herzlich willkommen. Ich freue mich sehr auf die hoffentlich überaus „beredte“ Premiere und helfe bei Fragen gerne weiter.

Fall des Engelmachers

aacprtr14zc Aus Kommunikationssicht ist die schwere Krise des ADACs besonders spannend, ist doch deren früherer Kommunikationschef Michael Ramstetter nach heutigem Stand die Schlüsselfigur des Skandals um manipulierte Abstimmungen und eine ganze Reihe an bereits aufgedeckten Verfehlungen. In der „Zeit“ fragen sich jetzt Karsten Polke-Majewski, Philip Faigle und Kai Biermann, wie die mitgliedsstarke und einst so renommierte Autofahrer-Organisation  über „einen der mächtigsten Medienmacher und Einflussnehmer der Republik stürzen“ konnte. Neben dem Autopreis „Gelber Engel“ und dem Auflagengiganten „ADAC Motorwelt“ geht es vor allem um Ramstetters Persönlichkeit und deren Entwicklung. Viele Fragen bleiben ungeklärt, aber man versteht ganz gut, wie ein Mann „seine Reputation vernichtet, obwohl er so viel davon versteht, andere ins rechte öffentliche Licht zu rücken“. Lesenswert.

Wünsch dir was

mraepbe14uzgvIn seinem „Zwischenruf“ beim „PR Report“ fragt Mirko Lange, wann PR endlich „wünschenswert“ werden wird. Vor fast 20 Jahren war Mirko mein Kollege bei Hans-Georg Möckesch, nicht nur als GPRA-Präsident ein Vordenker von Ausbildungsstandards über journalistisches Arbeiten bis Zertifizierung und insgesamt eine der spannendsten Persönlichkeiten unserer Zunft. Heute will ich Mirkos streitbaren Appell weitgehend unterstützen: Ja, nicht umsonst wird Öffentlichkeitsarbeit immer noch vor allem mit Schlagwörtern wie „PR-Trick“ oder „PR-Gag“ in Verbindung gebracht. Noch immer wird viel kommuniziert , aber viel zu wenig zugehört. Noch immer wird getäuscht und gemauschelt, verflacht und verengt. Noch immer ist die Zahl der Blender und Nebelwerfer viel zu hoch – genau wie die Zahl der Kunden, die genau das (oft in verblüffender Unkenntnis) direkt oder indirekt fördern oder sogar ausdrücklich fordern.

Es ist Zeit, dass sich die „Weißen Schafe“ der PR den furchtbar vielen „Schwarzen Schafen“ entgegenstellen – lauter und streitbarer, vehementer und fundierter. Auch dieser fromme Wunsch erinnert stark an die Branchendiskussionen der Neunziger. Aber aufgeben? Im Gegenteil!

Doch der Rede wert

rdscibr14ufvZugegeben: So dramatisch wie in Roman Polańskis Politthriller „Ghostwriter“ (siehe Plakatausschnitt links) geht’s selten zu, wenn ich Reden oder andere Texte als Redenschreiber oder eben Ghostwriter verfasse. Ähnlich spannend ist es aber doch häufig – und es macht mir seit vielen Jahren besonders großen Spaß. Jetzt will ich diesem Tätigkeitsschwerpunkt auch nach außen noch mehr Gewicht verleihen und habe heute die Mitgliedschaft im Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) beantragt. Dort wird ein guter Redenschreiber vor allem als ein Dienstleister definiert, „der sich zurücknimmt, aber über die Interessen des Redners niemals das Publikum aus dem Blick verliert“. Zudem denke ich an einen der Lieblingssprüche (m)eines alten PR-Lehrmeisters: „Kurze Rede, langer Sinn!“ Meine Rede!

Berufsstand mit femininer Note

Vor ein paar Tagen war ich mit zwei männlichen Kollegen bei einem Kunden – und der wunderte sich: „Ja, sonst sind doch nur Frauen in einer PR-Agentur!“ Die Zahlen geben ihm recht: Laut einem Bericht des „PR-Journals“ zur insgesamt vierten Berufsfeldstudie „Profession Pressesprecher“ des Bundesverbands deutscher Pressesprecher sind die Berufsangehörigen mehrheitlich weiblich. Bei den Jüngeren unter 40 seien sogar fast 70 Prozent Frauen. Auch in unserer Agentur PR!NT Communications Consultants zum Beispiel machen Frauen mehr als drei Viertel der Belegschaft aus. Dennoch wird branchenweit noch immer ein Großteil der Führungspositionen von Männern besetzt. Da war Christine Walther, die unsere Agentur fast 28 Jahre lang bis Ende 2011 geleitet hat, eine rühmliche Ausnahme. Wie meinte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen: „Wir sind im Augenblick, was Frauen in den Führungspositionen angeht, auf Höhe mit Indien, hinter Russland, hinter Brasilien, hinter China.“ Wird Zeit, dass sich das ändert!

Übrigens hat an der BdP-Studie auch Prof. Günter Bentele maßgeblich mitgewirkt, bei dem ich vor über 20 Jahren an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Fach Kommunikationswissenschaft gelernt habe.