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Alte Hasen zwischen Sorge und Selbstbewusstsein

PR-HaseDie einen füchten sich davor, später „zum alten Eisen zu gehören“, die anderen verbinden mit älteren Arbeitnehmern in Kommunikation und PR vor allem viel wertvolle Berufserfahrung – dank „PR Report“ wurde ich auf die „Blitzumfrage“ des PR Career Centers mit knapp 100 Teilnehmern zu „Karrierechancen mit über 40“ aufmerksam. Danach spaltet das Thema „Altersdiskriminierung die Branche“. Erwartungsgemäß geht es hier auch um Weiterlesen

PR-Kollegen als Lätschenbenes

gstrpr15ookEin auf den ersten Blick ganz furchtbares Bild zu „Unzufriedenheit im PR-Job“ ergab die Befragung von Pressestellenmitarbeitern durch news aktuell und Faktenkontor für die neue Ausgabe des „Social Media Trendmonitors„. Gleich fünfzehn Frustfaktoren von Überlastung über Mängel bei der Evaluation bis zum Ideenklau lassen die Kollegen in der schön gemachten Infografik per Negativ-Smileys eine „Lätschen ziehen“, wie wir Bayern sagen würden.

Ganz richtig sieht die „Horizont“ in einigen vermeintlichen Ärgernissen im Grunde aber eher positive Anzeichen. Nur sieben Prozent der 488 Befragten zum Beispiel beklagen „starre Hierarchien“ (Platz 14 in der Faktorenrangfolge) – ein im Branchenvergleich ausgesprochen erfreulicher Wert. Selbst der Spitzenwert von 40 Prozent für „Zu wenig Mitarbeiter für zu viele Aufgaben“ dürfte niedriger ausgefallen sein als von vielen erwartet. Nicht überall strahlende Gesichter, aber auch nicht durch die Bank Trauermienen.

Vertraute Schwächen

brnhenveun14uztcRegelmäßig ermittelt die GPRA für insgesamt acht Kernbranchen den sogenannten Vertrauensindex. Über die jüngste Erhebung berichtet der „PR Report„. Gewinner ist erwartungsgemäß die Automobilbranche. Gerade der Umgang mit Kunden hat offenbar hervorragend abgeschnitten. Insgesamt ausgesprochen schlecht kam hingegen die Energiewirtschaft weg, in der ich mich seit rund anderthalb Jahren hauptsächlich bewege. Einen kleinen Trost hält immerhin der Vorjahresvergleich bereit: Die Rote Laterne konnte knapp an die Finanzindustrie abgegeben werden. Inzwischen vertrauten „nur noch zwölf Prozent der Verbraucher den Aussagen der Banken und Versicherungen“ – ein neuer Negativrekord. „Große Versprechungen schmälern das Vertrauen“, wusste bereits Horaz. Der „Sinkflug des Finanzsektors“ könnte sich fortsetzen.

Social Disillusion

nafcsom14fcgxGroße Ernüchterung allenthalben – eine Umfrage von news aktuell und Faktenkontor unter Mitarbeitern deutscher Pressestellen zu ihren bisherigen Erfahrungen im „Social Web“ ergab laut einem Beitrag des „PR Reports“ ein insgesamt eher negatives Bild. Häufig seien die hohen Erwartungen nicht erfüllt worden und werde „Social-Media-Frust geschoben“. Vor allem die „schwache Interaktion mit den eigenen Fans und Followern“ sei bemängelt worden. Fast die Hälfte der Befragten habe daneben über unzureichende Unterstützung im eigenen Unternehmen geklagt. Aus meiner Sicht lassen die Ergebnisse, soweit sie veröffentlicht wurden, aber duchaus Deutungsspielraum – Hoffnungen auf noch mehr Resonanz und zusätzlichen Rückenwind gehören unter uns PRlern ja quasi zum guten Ton. „Business as usual“, würde ich sagen.

Unbekannter Helfer

inf14ijhvNur 22 Prozent der Deutschen kennen es, aber von denen sind fast alle zufrieden – das Fachmagazin „Training aktuell“ berichtet von den Ergebnissen einer internationalen Studie der International Coach Federation (ICF). Der zufolge haben 78 Prozent hierzulande „keine Vorstellung von Coaching“. Der „Anteil der Coaching-‚Dummies‘ unter den Deutschen“ sei damit „fast doppelt so hoch wie im weltweiten Durchschnitt“. Auch die Skepsis gegenüber diesem Beratungsformat ist insgesamt groß. Glänzend hingegen sind im Ländervergleich die Resultate hinsichtlich der Zufriedenheit: „Weniger als fünf Prozent der coachingerfahrenen Deutschen sind wenig oder nicht zufrieden.“ Einfach mal ausprobieren, möchte man den vielen bislang „Ungecoachten“ raten.

Wende auf Kosten der Bürger?

dumnrtregeDer „PR Report“ bringt die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Journalisten zur sogenannten Energiewende, mit der die Bundesregierung den schrittweisen Umstieg von fossilen auf regenerative Energien fördern will: Für 53,7 % der Befragten sind die Verbraucher die Verlierer. Neun von zehn Teilnehmer sind zudem überzeugt, dass die Bevölkerung rund um das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) „nicht über einen ausreichenden Informationsstand verfügt“. Bereits Ende März hatte eine Studie der Universität Düsseldorf eklatante Schwächen der EEG-Kommunikation bemängelt. So wurden unter anderem die mangelnde „Glaubwürdigkeit der Beteiligten“ und die wenig verständliche „Darstellung der komplexen Zusammenhänge“ kritisiert. Dabei dürfte das Themengebiet für die Zukunft von größter Wichtigkeit sein.

Wechselweise Agenturen

wnnerpdumDer „PR Report“ greift eine Umfrage unter 514 deutschen Mittelständlern und Großunternehmen zu PR-Agenturen im Auftrag der „Wirtschaftswoche“ auf. Augenfälligstes Ergebnis: die grassierende Unzufriedenheit. So will nur etwa ein Drittel der befragten Unternehmen dezidiert weiterhin mit der seiner Agentur zusammenarbeiten. Neben fehlender Kostentransparenz werden vor allem „nicht eingelöste Versprechen, fehlendes Kundenverständnis, mangelnde Qualität und oft wechselnde Berater“ bemängelt. Insgesamt stellen die Agenturkunden der Branche kein gutes Zeugnis aus, und „Kunden sind Götter„, wie das Amazon-Legende Jeff Bezos einmal formuliert hat.

Mitarbeiter zur Marke

Die Kollegen von Klenk & Hoursch haben Innofact mit einer repräsentativen Umfrage in Sachen Arbeitgebermarke beauftragt. Laut „PR Report“ sind „viele Mitarbeiter enttäuscht“ und sehen ihr Unternehmen falsch dargestellt. Ich werte die wenigen bislang vorgelegten Ergebnisse aber eher als Beleg für eine durchaus erfolgreiche Arbeitgeberkommunikation. Beispiel: Für 17 Prozent verspricht der kommunikative „Auftritt mehr als das Unternehmen später tatsächlich hält“ – nach meiner Erfahrung alles andere als ein schlechtes Ergebnis. Auch die übrigen Resultate sprechen meines Erachtens gegen das Fazit des Beitrags: „Keine überzeugende Marke„.

Ganz im Vertrauen

Gute Nachricht für unseren Kunden Amazon: Das wachstumsstarke Online-Handelshaus belegt bei einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmens Sasserath Munziger Plus auch 2012 den ersten Platz als „vertrauenswürdigste Marke Deutschlands„. Knapp 80 Prozent der Deutschen vertrauen Amazon. Dabei könne die Marke vor allem durch die „Transparenz der Angebote“, einen „exzellenten Service“ und einem  „in der Summe hochgradig positiven Markenerleben“ punkten. Erst vor gut zwei Monaten hatte eine Untersuchung des Portals Statista ergeben, dass Amazon auch in Sachen Datenschutz großes Vertrauen genießt. Glückwunsch zu zwei Top-Ergebnissen!