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Wandel stellt sich quer

Fast jeder kennt wohl die Metapher vom Schwimmen gegen den Strom. Wenn ich zwischen Büro und Zuhause die Isar überquere, kann ich Forellen genau dabei beobachten. Es kostet offensichtlich Energie, aber im Gegenzug führt das Wasser den Fischen quasi frei Haus Nahrung zu. Wenn der Nachschub versiegt, schwimmt der Fisch an eine andere, mutmaßlich bessere Stelle. Das Bild passt in meinen Augen auch ganz gut Weiterlesen

Wäre doch gelacht

AngelachtFür den Arzt, Priester und Dichter Angelus Silesius war die Sache glasklar: „Dumme grinsen, Narren lachen, aber Weise lächeln.“ Nicht umsonst strahlen uns unzählige Gesichter auf Fotos oder in der Werbung unermüdlich lächelnd an. In den meisten Fällen ist daran wohl auch nichts auszusetzen, aber die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet von einer neuen internationalen Studie, nach der wir die Angelegenheit etwas differenzierter Weiterlesen

Differenzierte Datenwelt

DatenDeutschland16tteDank „Bildblog“ wurde ich auf Sven Ruoss‘ Beitrag mit „elf Slides, damit du am Stammtisch über ‚Digital 2016‘ mitreden kannst“ aufmerksam. Darin werden einige Datensätze aus einem Report der internationalen Agentur „We are social“ vorgestellt. Zudem steht der komplette Report mit seinen 537 Folien respektive Schaubildern auf Englisch bereit, auch mit einigen Seiten zu Deutschland (ab Seite 166). Für viele Kollegen dürften hier einige schöne Datenschätze enthalten sein. So nutze der Durchschnittsdeutsche das Internet allein mit einem mobilen Endgerät täglich bereits fast anderthalb Stunden lang und läge der Anteil von Pre-Paid-Verbindungen im Mobilfunkbereich bei satten 45 Prozent. Leider bleibt das Ganze recht oberflächlich, aber in ihrer Breite ist die Datenfülle beeindruckend. Letzten Endes passt hier wohl das folgende Zitat Elisabeth Noelle-Neumanns: „Statistik ist das Informationsmittel der Mündigen.“

Zahlen auf die Ohren

rdgrtstd15zgtGeschätzt 4,8 Millionen Menschen in Deutschland sind sogenannte Audio-Lover, die Musik, Radio und andere Tonerzeugnisse pro Woche im Schnitt 36 Stunden lang nutzen. Das ist eines der vielen Ergebnisse der großen, bevölkerungsrepräsentativen Studie „Age of Ears!“ der zu Serviceplan gehörenden Facit Media Efficiency. Die Macher der jetzt veröffentlichten Untersuchung zur „digitalen Audio-Society“ samt ihrer Typologie versprechen reichlich Erkenntnisgewinn: „Wie, wo, was, womit hört Deutschland?“ Interessante Daten und Interpretationen rund um das Hören von Vinyl-Plattensammlung über UKW-Lieblingssender bis Audio-Streaming finden sich hier in jedem Fall.

Zehn-Länder-Studie zur Markenskepsis

mkste15ujnDer „PR Report“ weist auf eine aktuelle Untersuchung der internationalen MSL Group zu den Einflussfaktoren für die Reputation eines Unternehmens oder einer Marke in zehn Staaten von Brasilien bis China hin. In allen untersuchten Märkten habe sich neben der Qualität der Produkte und Dienstleistungen das ethische Verhalten als wichtigster Erfolgsfaktor für einen guten Ruf erwiesen. Zudem käme es vor allem auf das „wahrgenommene Wachstumspotenzial“, die „Führung“ sowie eine „klar formulierte Zukunftsvision“ an. Eine grundsätzliche Skepsis sei dabei für Europa – neben Deutschland waren Schweden, Frankreich und das Vereinigte Königreich Teil der Studie – geradezu symptomatisch. Auf der globalen MSL-Website findet sich übrigens noch eine schöne Übersicht mit den wichtigsten Ergebnisse auf Englisch.

Beziehungsweise Marken

mrkefshm15uztfcDie „Horizont“ berichtet über die wichtigsten Ergebnise der jetzt veröffentlichten Markenstudiebrandshare 2014“ der PR-Agentur Edelman. Dabei wurden per halbstündigem Online-Interview rund 15.000 Menschen aus zwölf Ländern von China bis Kanada zu ihren Beziehungen zu insgesamt knapp 200 Marken befragt. Ist und Soll klaffen oft weit auseinander, in Deutschland ebenso wie weltweit. Hier anzusetzen und nachzubessern, dürfte sich lohnen: Wer Kundenbedürfnisse erfüllt, erhält im Gegenzug eine erhöhte Kaufbereitschaft oder auch Weiterempfehlungen. Konsumenten seien sogar bereit, eine Marke gegen Kritik zu verteidigen. „Bindungswilliger Konsument sucht Marke“, heißt es da. Fast jede Frage mündet in mehr oder weniger konkrete Handlungsempfehlungen für PR und Markenkommunikation. Erst zuhören, dann verkaufen.

Vertraute Schwächen

brnhenveun14uztcRegelmäßig ermittelt die GPRA für insgesamt acht Kernbranchen den sogenannten Vertrauensindex. Über die jüngste Erhebung berichtet der „PR Report„. Gewinner ist erwartungsgemäß die Automobilbranche. Gerade der Umgang mit Kunden hat offenbar hervorragend abgeschnitten. Insgesamt ausgesprochen schlecht kam hingegen die Energiewirtschaft weg, in der ich mich seit rund anderthalb Jahren hauptsächlich bewege. Einen kleinen Trost hält immerhin der Vorjahresvergleich bereit: Die Rote Laterne konnte knapp an die Finanzindustrie abgegeben werden. Inzwischen vertrauten „nur noch zwölf Prozent der Verbraucher den Aussagen der Banken und Versicherungen“ – ein neuer Negativrekord. „Große Versprechungen schmälern das Vertrauen“, wusste bereits Horaz. Der „Sinkflug des Finanzsektors“ könnte sich fortsetzen.

Unbekannter Helfer

inf14ijhvNur 22 Prozent der Deutschen kennen es, aber von denen sind fast alle zufrieden – das Fachmagazin „Training aktuell“ berichtet von den Ergebnissen einer internationalen Studie der International Coach Federation (ICF). Der zufolge haben 78 Prozent hierzulande „keine Vorstellung von Coaching“. Der „Anteil der Coaching-‚Dummies‘ unter den Deutschen“ sei damit „fast doppelt so hoch wie im weltweiten Durchschnitt“. Auch die Skepsis gegenüber diesem Beratungsformat ist insgesamt groß. Glänzend hingegen sind im Ländervergleich die Resultate hinsichtlich der Zufriedenheit: „Weniger als fünf Prozent der coachingerfahrenen Deutschen sind wenig oder nicht zufrieden.“ Einfach mal ausprobieren, möchte man den vielen bislang „Ungecoachten“ raten.

Genussvoll zerlegt

einzelteile14kjhbvDie Internetpräsenz eines Unternehmens ist in den meisten Fällen auch dessen Leitmedium. Die Berater der Netfederation aus Köln haben jetzt mithilfe eines recht detaillierten Fragekatalogs zu „Konzernprofil“, „Personal“, „Presse“ sowie „Sozialer Verantwortung“ die Websites von mehr als 100 deutschen Großunternehmen von Adidas bis Wintershall unter die Lupe genommern – nachzulesen im „Harvard Business Manager„.

Für Macher und Entscheider enthält die Studie viel Stoff und oft ganz konkrete Anregungen. So bliebe „die schöne Optik“ bei insgesamt guten Resultaten vielfach doch „eher oberflächlich“ und böten die Internetseiten häufig „Bilder statt Argumente„. Da Websites großer Konzerne ohnehin ständig in Bewegung sind und ergänzt oder umgebaut werden, lassen sich solche Makel recht gut nach und nach beheben. Packen wir’s in Kaizen-Manier an!

Wende auf Kosten der Bürger?

dumnrtregeDer „PR Report“ bringt die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Journalisten zur sogenannten Energiewende, mit der die Bundesregierung den schrittweisen Umstieg von fossilen auf regenerative Energien fördern will: Für 53,7 % der Befragten sind die Verbraucher die Verlierer. Neun von zehn Teilnehmer sind zudem überzeugt, dass die Bevölkerung rund um das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) „nicht über einen ausreichenden Informationsstand verfügt“. Bereits Ende März hatte eine Studie der Universität Düsseldorf eklatante Schwächen der EEG-Kommunikation bemängelt. So wurden unter anderem die mangelnde „Glaubwürdigkeit der Beteiligten“ und die wenig verständliche „Darstellung der komplexen Zusammenhänge“ kritisiert. Dabei dürfte das Themengebiet für die Zukunft von größter Wichtigkeit sein.