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Getarnter Aufmerksamkeitsraub

Eine Maske? Als gängiges Mittel zur Vermummung passte das hervorragend – manchmal genutzt von Superhelden, vor allem aber doch auch ein typisches Ganovenrequisit. Als unstatthaft, illegitim oder gar gesetzeswidrig werden denn auch von vielen Beobachtern manche Aktionen im Bereich Ambush Marketing gewertet, so auch der heiß diskutierte Auftritt eines Dortmunder Fußballstars als Maskenmann nach erfolgreichem Torschuss am Weiterlesen

Sprunghaft spektakulär

xaesuihSchon wieder Schluss mit waghalsigen, aber spektakulären Wettkämpfen der etwas anderen Art: Der amerikanische Fernsehsender ESPN wird die „X Games„, die erst Ende Juni erstmals in München stattgefunden hatten, nicht wiederholen, wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Alle Auslandsableger der weltgrößten Extremsporttage mit den Disziplinen Skateboard, BMX, Motocross, Mountain Bike und Autorallye wurden „aus finanziellen Gründen“ und „mangels Perspektive“ abgeblasen. Dabei war zum Beispiel die Deutschlandpremiere in Kooperation mit ProSiebenSat.1 mit fast 120.000 Zuschauern im Münchner Olympiapark insgesamt sehr erfolgreich und waren  Neuauflagen in den Folgejahren bereits vertraglich vereinbart.

Ich hatte mir das Spektakel vor gut drei Monaten ebenfalls angesehen und war letztlich überzeugt, ein Stück Zukunft des  Sportmarketings zu erleben. Die „Frankfurter Allgemeine“ hatte ebenfalls umfassend über „Das Olympia von übermorgen“ geschrieben, bei dem „gutbezahlte Werbefiguren als supercoole Actionhelden verkauft“ werden. Auch die „W&V“ hatte das große „Potenzial der Action-Großveranstaltung für deutsche Sponsoren und Werbungtreibende“ in einem Special beleuchtet. Alles Makulatur.

Nachhaltig blau

ehzgmrherutvMein Berufsleben hat in der Regel wenig bis nichts mit meiner Passion für den TSV München von 1860 zu tun. Doch jetzt haben die weißblauen „Sechziger“ kurz vor Saisonstart neben ihrem neuen Präsidenten Gerhard Mayrhofer auch noch eine Weltmarke als Hauptsponsor bis 2016 gewonnen: Volkswagen mit „Think Blue.„, worunter ein Großteil des VW-Engagements für Nachhaltigkeit und Umweltschutz fällt. Neben der Trikotwerbung wurden offenbar zahlreiche weitere Werbe- und Vermarktungsrechte von Rotationsbanden im Stadion bis zu gemeinsamen PR-Maßnahmen ausgehandelt:

Das Sponsoring beim fast schon notorisch krisengebeutelten Zweitligisten macht Volkswagen zu einem der größten Fußballsponsoren Deutschlands und lässt nicht nur die Branche aufhorchen, zumal die Wolfsburger vor allem über die Tochter Audi auch beim schier übermächtigen Stadtrivalen, dem FC Bayern, stark vertreten sind. Nach einem früheren Bericht der „Abendzeitung“ gilt der VW-Boss Martin Winterkorn „als geradezu besessen vom Fußball“ und sponsert der Autokonzern mit seinen verschiedenen Marken nun insgesamt zwölf Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga. Die „Absatzwirtschaft“ präzisiert: „Für Winterkorn ist Fußball Leidenschaft plus Geschäft.“ Das lässt schon eher auf eine kluge Strategie Marke VW schließen. Dem „Löwen“-Anhänger in mir soll es recht sein. Ich wünsche beiden Partnern in Blau viel Erfolg!