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Spielfreude vor dem Fall

Als freiberuflicher Berater und Dienstleister segle ich unter der Flagge „Kommunikation und Entwicklung“ – weil ich für meine Klienten Kommunikation machen will, die etwas bewirkt, und weil ich mit meiner Arbeit insgesamt dazu beitragen will, dass sich Menschen und Organisationen weiterentwickeln. In der Hauptsache besteht meine Tätigkeit aus Texten, meist begleitet von Bildern. Mit Vorliebe setze ich darüber hinaus aber auch weitere Methoden Weiterlesen

Gespielter Erfolg

Strategiespiel16ffeÜber die Gesellschaft zur Förderung Angewandter Betriebswirtschaft und Aktivierender Lehr- und Lernmethoden in Hochschule und Praxis, kurz Gabal, nahm ich gestern an einem „Erfolgsforum Strategieabend-Spiel“ in München teil. Ausgehend vom Modell der „Engpasskonzentrierten Strategie“ (EKS), sollten alle Teilnehmer die „eigene Strategie spielerisch aus- und überarbeiten“ und vor allem an ihrer Positionierung und Zielgruppendefinition feilen. Trotz bunten Spielfiguren, Würfel, Karten und Spielbrett: ein Kinderspiel ist strategische Positionierung definitiv nicht. Zweifelsohne aber haben sich Lern-, Rollen- und Planspiele sowie sogenannte Serious Games in der Wissensvermittlung und in der Beratung sowie im Training und Coaching bei belegbarem Erfolg bewährt. Spielen ist nicht nur ein „dem Menschen innewohnendes Prinzip“ (Edmund Burke), sondern unter Umständen auch „die einzige Art, richtig verstehen zu lernen“ (Frederic Vester). In jedem Fall ist etwas Wahres daran, wenn Jacques-Yves Cousteau konstatiert: „Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.“

Wenn Spielen bildet

plnsel14lkjbDank der Weiterbildungsdatenbank TrainerLink bin ich auf einen leider schon gut vier Jahre alten Testbericht der Stiftung Warentest über Planspiele zur Betriebswirtschaft gestoßen. Der Beitrag deckt Planspiele für verschiedene Altersstufen und zu verschiedenen Einzelthemen von der Agrarwirtschaft über den Autohandel bis zum Aktienmarkt ab und dürfte in seinen Kernaussagen noch immer weitgehend gültig sein. So fordern die Tester zum Beispiel Realitätsnähe und ein hohes Maß an Eigendynamik. Auch der Stuttgarter Planspielanbieter BTI sagt von seinen Produkten für Unternehmen, sie würden „Ausschnitte der Realität greifbar darstellen“. Selbst Spitzenmanager dürfen also gerne ab und an ihrem Spieltrieb nachgeben.

Mehr zu dem Thema gibt es in der multimedialen Publikation „Planspiele in der beruflichen Bildung“ des Bundesinstituts für Berufsbildung, leider auch schon von 2008. Aktueller ist der lesenswerte Artikel „Mit Planspielen neue Erkenntnisse gewinnen“ auf BusinessWissen.